Zum Umgang mit Textbroker

Nach wie vor ist – auch bei allen Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung – der Inhalt nach wie das Wichtigste für eine erfolgreiche Website. Der notwendige Nachschub an (guten) Texten hat u.a. den Dienst “Textbroker” inspiriert. Hier werden über ein automatisiertes System Autoren und Auftraggeber miteinander verknüpft. Die Nutzung des Dienstes hat jedoch seine Tücken, insbesondere da die Autoren keine professionellen Schreiber sind und Texte für ein sehr breites Themenspektrum schreiben – was der Qualität nicht zwingend zuträglich ist. Darum ist es wichtig, bei der Arbeit mit Textbroker gewissen Regeln zu befolgen:

  1. Ausführliche Beschreibung
    Schon zu Beginn sollte man seine Wünsche klar und deutlich beschreiben. Hierbei ist es unbedingt wichtig auch Selbstverständlichkeiten (beispielsweise, dass eine gute Rechtschreibung und Grammatik vorausgesetzt wird und eine professionelle Textqualität ohne direkte Ansprache des Leser und ohne aus der Ich-Perspektive zu schreiben notwendig ist). Zwingend sollte auch in diesem Text darauf hingewiesen werden, dass wirklich genau das Thema behandelt werden soll, dass vorgegeben ist. Am besten wird dabei auch gleich angegeben, was definitiv nicht gewünscht ist (beispielsweise Produktnamen, Wertungen, Meinungen etc.).
  2. Text prüfen und ausgiebig kritisieren
    Wenn der jeweilige Autor nun die erste Textversion sendet, muss diese unbedingt zeitnah bearbeitet werden, um zu verhindern, dass ein Text automatisch angenommen wird – und man dann mit einem ggf. unbrauchbaren Text da steht. Es ist sehr wichtig, die Korrekturwünsche (wenigstens eine Korrekturrunde ist praktisch immer notwendig) ausführlich zu formulieren. Der Autor ist nur verpflichtet, genau die Änderungen durchzuführen, die sie hier auflisten. Es ist deshalb – neben ggf. offensichtlichen Fehlern und Korrekturnotwendigkeiten – wichtig, unbedingt auch allgemeine Themen nochmal aufzulisten und damit Überprüfung und ggf. Korrektur anzufragen (beispielweise „Sprachstil, Rechtschreibung und Grammatik und thematische Zusammenhänge und inhaltliche Korrektheit überprüfen.“).
  3. Nochmal korrigieren lassen und ggf. ablehnen!
    Die nächste Textversion sollte unbedingt wieder ausgiebig betrachtet werden. Sollte die Textqualität und der Inhalt immer noch nicht den notwendigen Ansprüchen genügen, sollten Sie den Text entweder nochmals korrigieren lassen oder direkt ablehnen. Bei der nochmaligen Korrektur verwenden Sie erneut die umfangreiche Beschreibung aus dem ersten Korrekturlauf – ergänzt um ggf. neue Themen. Bei der Ablehnung verfahren Sie ähnlich, heben Sie jedoch die auffälligen Punkte direkt hervor.
    Wichtig: Textbroker behält sich das Recht vor, eine Ablehnung von Ihnen einfach zurückzuweisen. In diesem Fall erhalten Sie keine Korrekturmöglichkeit mehr, sondern der schlechte Text gilt als angenommen! Nutzen Sie also lieber noch die ein oder andere Korrekturschleife, bevor Sie sich zur Ablehnung entschließen.
  4. Unbedingt nachbearbeiten
    Die Erfahrung zeigt, dass auch bei aller Sorgfalt und noch so konkreten Anforderungen an den Text, die von den Autoren gelieferten Texte in jedem Fall noch einmal einem ausführlichen Korrekturat unterzogen werden müssen. Microsoft Word in Zusammenarbeit mit dem Duden Korrektor leistet hier eine gute Arbeit – man braucht also nicht gleich einen externen Korrektor beauftragen. Unbedingt sollten die Texte aber auch nochmals von jemandem mit Themenwissen überprüft werden – es kommt nicht selten vor, dass beispielsweise verwendete themenbezogene Fachbegriffe falsch geschrieben sind.
  5. Für hochwertige Texte, bessere Autoren suchen
    Bei Textbroker stößt man als Auftragnehmer (schnell) an Grenzen. Sowie Texte ein gewisses Niveau benötigen, sind die Ergebnisse dort oft nicht zufrieden stellend. Wenn ein Text jedoch erstmal bei Textbroker beauftragt ist, ist das Geld praktisch verloren – auch wenn das Ergebnis am Ende nicht wirklich zufriedenstellend ist. Foren wie beispielsweise auf journalismus.com bieten eine gute Möglichkeit freie Autoren zu finden, die sich mit dem gesuchten Fachgebiet wirklich auskennen. Die Preise sind (wenn man gezielt danach sucht!) so oft nur wenig höher als bei Textbroker – die Qualität jedoch meist erheblich besser, so dass eine Nachbearbeitung meist fast schon im ersten Anlauf nicht mehr notwendig ist.

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10 Kommentare bisher »

  1. coco sagt

    am 9. April 2008 @ 13:44

    Echt gute Seite, macht super Spass hier zu lesen. Interessante Artikel, die gut geschrieben sind. Hoffe bald mehr von Euch;-)

  2. kim doreen sagt

    am 16. April 2008 @ 13:38

    Ein guter Artikel, vielen Dank die 5 Punkte werde ich mir mal verinnerlichen. Aber Punkt eins scheint nicht für jeden zu gelten.

  3. Noel Schütter sagt

    am 16. April 2008 @ 15:15

    @Kim: Besonders der erste Punkte ist immer wichtig – da man sich nicht darauf verlassen kann, dass die Textbroker-Autoren eigentliche Selbstverständlichkeiten nicht ignorieren.

  4. “Bis der Laden läuft” ohne Ahnung vom Internet? Zoohaus Faltenbacher sagt

    am 26. Mai 2008 @ 00:12

    [...] nur 50 Euro hätte man von jedem findigen Onlineredakteur (oder wenn es sein muss auch via Textbroker) ordentliche Texte bekommen. Die Texte auf der Website sind viel zu kurz, nichts sagend und [...]

  5. Oliver sagt

    am 31. Mai 2008 @ 16:53

    Das Portal XinXii ist in diesem Zusammenhang (Bezahlung gegen Text) auch eine Betrachtung wert, finde ich. Die Qualitätskontrolle bietet dort die Kommentarfunktion für Leser: http://www.xinxii.com

  6. Birgit sagt

    am 12. August 2008 @ 15:32

    Vielleicht sollte auch gesagt werden, dass bei Textbroker Preise von 1,2 Ct. pro Wort und weniger gezahlt werden. Und um diesen Betrag zu verdienen, muss man schon recht gut sein … Ich finde es daher doch ein wenig unverschämt, Auftraggeber hier ganz direkt aufzufordern, Korrektur um Korrektur zu verlangen. Vielleicht sollte man einmal nach MyHammer gehen, dort finden sich echte Stümper, aber auch eine Menge Working Poor, denen nichts anderes übrigbleibt, als für 1/4 Ct. das Wort anzubieten.
    Aber anscheinend sind die Auftraggeber ja eh in der Lage, alle Texte kompetent zu redigieren, – warum schreiben Sie dann nicht gleich selbst?

  7. cw sagt

    am 15. August 2008 @ 15:16

    Es sind nur noch 106 Aufträge vorhanden. Red alert?

    Selbst die Kategorie Finanzen, einst fett wie eine Weihnachtsgans, ist am Ende.

  8. Stefan Johne sagt

    am 16. August 2008 @ 01:34

    @cw das schwankt immer mal – mal 1500 mal 200 :) .

    @Birgit ohje … das können doch nur Schüler sein :x niemand kann von 0,25 Cent/Wort leben. Da lohnt ja Zeitung austragen deutlich mehr!

    Auch ein guter Tipp den man bei TB beachten sollte: mindestens in Qualitätsstufe 4 buchen ;-) . Sind nur ein paar Cent mehr aber der Unterschied ist oft erheblich.

  9. cw sagt

    am 17. August 2008 @ 12:59

    Hoffentlich. Ist nämlich ein angenehmer Nebenverdienst.
    Wenn auch ein geringer.

  10. Projekt Nischenseite: Content schreiben - Hagen Trinter sagt

    am 21. Februar 2009 @ 19:11

    [...] negativ würde ich das nicht sehen. Wenn man ein paar Tipps beherzigt und nicht gerade die niedrigste Qualitätsstufe wählt, kann man bei Textbroker ganz gute [...]

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